Juniorwahl 2017: Schülerinnen und Schüler der Justus-von-Liebig-Schule informieren sich über Demokratie und Wahlen

Am 24.09.2017 findet die Bundestagswahl statt. Sie dient der Bestimmung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens 3 Monaten in der Bundesrepublik wohnen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, dürfen wählen.

Die Juniorwahl ist ein Projekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Justus-von-Liebig-Schule, unabhängig von ihrer Wahlberechtigung bei der Bundestagswahl 2017, wählen dürfen.

Diese Wahl hat keine Auswirkungen auf die Bundestagswahl. Weshalb wird sie dann durchgeführt?

Sie dient dazu, den Wahlakt möglichst real zu simulieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich dabei intensiv mit den Themen „Demokratie“ und „Wahlen“ auseinandersetzen. Außerdem fördert sie bei dem ein oder anderen das Interesse an Politik, sowie die Bildung einer Meinung über die verschiedenen Parteien.

Özgür Bastürk aus der Fachoberschule Hauswirtschaft und Ernährung ist am Sonntag Erstwähler und sieht in der Juniorwahl vor allem den Vorteil, dass nicht wahlberechtigte Jugendliche „eine Demonstration der Wahlen“ miterleben.

Um an der Juniorwahl teilzunehmen, braucht man, wie bei der echten Wahl, seinen Personalausweis oder einen anderen mit Lichtbild versehenen amtlichen Ausweis, den man mit der Wahlbenachrichtigung, die die Schülerinnen und Schüler erhalten haben, vorzeigt, um einen Stimmzettel zu bekommen. Mit dem Stimmzettel kann man zwei Stimmen abgeben.

Doch wozu brauchen wir zwei Stimmen? Reicht nicht eine?

Mit der „Erststimme“ wählt man einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus seinem Wahlkreis. Es gibt insgesamt 299 Wahlkreise in Deutschland. Wer die meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis bekommt, kommt in den Bundestag (Direktmandat). Durch die Erststimme wird also sichergestellt, dass jede Region durch einen Abgeordneten im Bundestag vertreten ist.

Die „Zweitstimme“ ist trotz ihres Namens die wichtigere Stimme, denn sie entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag – also darüber, wie viele der insgesamt 598 Sitze im Bundestag jeweils einer Partei zustehen. Vereinfacht gesagt: Wenn eine Partei zum Beispiel 40% der Zweitstimmen gewonnen hat, so erhält sie 40% der Sitze im Bundestag. Mit der Zweitstimme entscheiden wir Wähler uns also nicht für eine Person, sondern für die Landesliste einer Partei. Auf dieser Liste stehen die Kandidaten, die eine Partei für das Bundesland nach Berlin schicken möchte. Dabei kommt es vor allem auf die Reihenfolge der Kandidaten auf der Liste an, denn die Parteien entsenden ihre Kandidaten im Verhältnis zu ihren gewonnen Zweitstimmen nach Berlin. „Wer oben steht, kommt also eher dran.“

Nun wissen wir also, dass die Hälfte der Abgeordneten über die Erststimme in den Bundestag kommen und die Gesamtanzahl der Sitze, die eine Partei im Bundestag erhält, durch die gewonnenen Zweitstimmen bestimmt wird.

Damit die Juniorwahl überhaupt stattfinden kann, haben uns unsere Politiklehrer und Politiklehrerinnen im Unterricht intensiv über „Demokratie“ und „Wahlen“ aufgeklärt. Einige Klassen haben zusammen mit ihren Politiklehrern zum Schluss noch die Seite des Wahl-O-Mats besucht, um zu schauen, welche Parteien ihre Meinung vertreten.

Solltest du noch unentschlossen sein, kannst auch du den Wahl-O-Mat nutzen, um herauszufinden, welche Partei deine Meinung am besten widerspiegelt.

Wahl-O-Mat: https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/

Geht am 24.09.2017, wenn ihr wahlberechtigt seid, auf jeden Fall zur Wahl, denn bei jeder Wahl werden Weichen für die Zukunft gestellt! Wer darauf verzichtet, der verzichtet somit auch darauf, seine eigene Zukunft mitzugestalten. Das meint auch Annemarie Zitz aus der Fachschule Heilerziehungspflege, wenn sie feststellt: „Der Nichtwähler hat kein Recht, sich über den Wahlausgang zu beschweren.“

Die AOK- Sportstour

Wie jedes Jahr, wurde auch dieses Jahr am 27.Januar.2017, wieder die AOK Sporttour am der Justus-von-Liebig-Schule veranstaltet.

Aber was ist die AOK-Sporttour?

Die AOK-Sporttour ist ein Wettkampf gegen sich selbst, welches von der AOK gesponsert wird. An dem Event können alle Klassen der Schule teilnehmen, die gerade im Hause sind.

Die Teilnehmer des Events haben einiges zu leisten, denn in den drei ähnlich aussehenden Parcours können jeweils drei Klassen gleichzeitig teilnehmen. Die Teilnehmer müssen ein Stück strecke laufen, dann wird ein Ziel Wurf auf einen Basketballkorb erfolgen und zum Schluss im Slalom zurücklaufen.

Die Teilnehmer sollte dabei Werfen, Laufen, Koordinative Fähigkeiten und natürlich auch die gewisse Motivation haben mit zu machen.

Der Sieger wird dann durch eine aufgestellte Lichteschranke ermittelt. Der schnellste Läufer in 90 min. hat gewonnen. Zudem werden zum Schluss die schnellsten Zeiten zusammengeworfen und ein Gesamtwert ausgerechnet. Dieser wird dann mit anderen Schulen in Niedersachsen und einmal in Deutschland verglichen und die schnellste Schule gewinnt.

Die Sporttour wird veranstaltet 1. Weil dies ein Event für die Schule ist und 2. Weil Schüler Spaß und die Herausforderung haben sollen

Justus-von-Liebig-Schule unterstützt krebskranke Kinder

Über eine Spende der Schülerinnen und Schüler der Justus-von-Liebig-Schule aus der Nikolausaktion 2016 in Höhe von 225,00 Euro freute sich kürzlich Marina Proksch-Park, die Initiatorin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft „Flugkraft“.

„Flugkraft“ unterstützt Familien krebskranker Kinder. Ein wichtiges Element in der Arbeit von „Flugkraft“ sind die Fotos, die Marina Proksch-Park kostenlos von krebskranken Kindern, ihren Eltern und Geschwistern macht. Auf den Fotos werden positive Momente während der schwierigen Zeit eingefangen. Getreu dem Namen „Flugkraft“ sollen die angenehmen Erfahrungen während des Fotoshootings und die ästhetisch schönen Fotos den Betroffenen Kraft geben und die Heilung unterstützen.

Die gemeinnützige Gesellschaft unterstützt betroffene Familien auch finanziell: ob Finanzierung von OPs oder Wünsche, die sich die Familie nicht leisten kann – „Flugkraft“ versucht sie ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten umzusetzen. Auch die aktive Hilfe wird bei „Flugkraft“ großgeschrieben. Wenn Eltern sich um ihr krankes Kind kümmerten, bliebe beispielsweise keine Zeit für das Einkaufen, konstatierte Marina Proksch-Park während ihres Besuchs an der Justus-von-Liebig-Schule. Diese Dinge übernähme dann das Team von „Flugkraft“. Zurzeit würden 58 Familien unterstützt. Neben dem Engagement für krebskranke Kinder und deren Familien habe „Flugkraft“ auch das Erwachsenenprojekt „Flugkraft – Zurück zum ICH“ ins Leben gerufen, bei dem auch krebskranke Erwachsene Unterstützung fänden.

Der Entschluss der Schülervertretung, die Spende aus der Nikolausaktion „Flugkraft“ zukommen zu lassen, resultierte aus der positiven Erfahrung eines Mitgliedes der Schülervertretung mit der Gesellschaft. Die Familie dieser Schülervertreterin war selbst betroffen und hatte so das Projekt kennengelernt.

Interview mit Herrn Bünnemeyer vom 26. Januar 2017

Norman: Wie lange sind Sie schon Lehrer?

Herr Bünnemeyer: Mittlerweile bin ich seit 17 Jahren Lehrer und 2 Jahre habe ich Referendariat gemacht, das heißt, wenn man das dazurechnet 19 Jahre.

Norman: Warum sind Sie Lehrer geworden?

Herr Bünnemyer: Weil ich schon immer Interesse hatte, anderen etwas beizubringen, und bis heute immer noch Spaß daran habe, dieses zu versuchen.

Norman: Was war in der Kindheit ihr Wunschberuf?

Herr Bünnemeyer: Da kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr genau dran erinnern. Es gab nie einen Beruf, von dem ich als Kind gesagt habe: „Das will ich unbedingt werden.“ Da war ich recht flexibel.

Norman: Was gefällt Ihnen an dieser Schule?

Herr Bünnemeyer: Also mir gefallen natürlich die Schüler, der Umgang usw. Das ist eine ganz, ganz tolle Geschichte.

Norman: Welches Fach unterrichten Sie am liebsten?

Herr Bünnemeyer: Also das Fach, das mir selber am meisten Spaß macht, ist eindeutig Mathematik.

Norman: Für welches Fach interessieren Sie sich, obwohl Sie es nicht unterrichten?

Herr Bünnemeyer: Interesse habe ich grundsätzlich an Physik. Das ist eine Sache, die ich super interessant finde. Aber das Fach gibt es bei uns nicht.

Norman: Gab es zu Ihrer Schulzeit Menschen, die besonderen Einfluss auf Ihre berufliche Karriere hatten?

Herr Bünnemeyer: Prinzipiell ja, im Bereich der Schüler eher weniger. Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich habe aus meiner direkten Schulzeit 2-3 Lehrkräfte vor Augen. Einmal meinen Klassenlehrer von damals, Franz, mit dem ich heute noch, wenn wir uns treffen, mich super unterhalte. Er ist jemand, der meinem Eindruck nach immer alle gleich und fair behandelt und niemand bevorzugt und niemand benachteiligt.

Norman: Was macht für Sie einen guten Lehrer aus?

Herr Bünnemeyer: (lacht) Das ist nicht so einfach zu sagen. Ich glaube, das ist situationsabhängig, das heißt als Lehrer darf man meiner Meinung nach nicht immer alles auf die Goldwaage legen, weil man selber auch nicht möchte, dass die Schüler jedes Wort, das einem vielleicht im Eifer des Gefechts rausrutscht, auf die Goldwaage legen. Aber es muss letzten Endes auch klar sein, dass wenn bestimmte Ansagen gemacht werden, diese auch eingehalten werden müssen.

Norman: Was war der schönste (bewegendste) Moment als Lehrer an dieser Schule?

Herr Bünnemeyer: Oh, da gibt es ganz viele. Also ich muss ganz ehrlich gestehen, ich finde es jedes Jahr wieder hochinteressant und auch wirklich bewegend, wenn die Abiturienten entlassen werden. Aber auch einzelne Momente bei Klassenarbeiten oder dergleichen machen immer wieder Spaß.

Norman: Was war das Witzigste, das Sie hier an der Schule erlebt haben?

Herr Bünnemeyer: Auch da kann man relativ schlecht einzelne Situationen benennen. Ich finde es immer wieder situationsbezogen witzig, wenn Schüler sich auch mal trauen, das zu sagen, was sie denken und dabei aber entsprechend gleichzeitig die Distanz wahren können. Das heißt also, wenn ein Lehrer, was natürlich selten vorkommt, Dinge gemacht hat, die nicht okay waren, Schüler auf eine humorvolle Art und Weise ihm beibringen können, das war jetzt aber ein wenig daneben.

Norman: Gab es Momente mit unserem Jahrgang (BG 13), die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Herr Bünnmeyer: (lacht) Oh, darüber müsste ich jetzt länger nachdenken. Es gibt mit Sicherheit Momente, die dazugehören: ein paar witzige Situationen mit Eric. Ansonsten jede zweite IV Stunde (bricht in Gelächter aus), da gibt es einige.

Norman: Hand aufs Herz, wie schwer war es, bei uns die Ruhe und Übersicht zu behalten?

Herr Bünnemeyer: Also eigentlich gar nicht so schwer, weil der Jahrgang vielleicht zeitweilig ein wenig chaotisch wirkt, aber ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass der Jahrgang gut Verantwortung tragen kann. Also es ist nicht so, als wenn Chaos gleichzeitig Anarchie bedeutet. Da habe ich eigentlich keine negativen Erfahrungen, sondern das läuft.

Norman: Bei Ihnen wird häufig die Titelmusik zu „Indianer Jones“ abgespielt, haben Sie eventuell eine besondere Beziehung zu ihm oder kennen Sie die genauen Hintergründe?

Herr Bünnemeyer: (bricht in Gelächter aus) Nein ich bin vollkommen ratlos.

Norman: Was sind Ihre Hobbies?

Herr Bünnemeyer: An erster Stelle die Familie und dann der Sport.

Norman: Was ist Ihr Lieblingsessen?

Herr Bünnemeyer: (lacht) Das ist ja mein eigentliches Problem, ich habe kein Lieblingsessen, ich esse alles gerne.

Norman: Essen Sie gerne Süßigkeiten, wenn ja, welche?

Herr Bünnemeyer: Da gilt leider das gleiche, wie bei der vorherigen Frage. Ja ich esse gerne Süßigkeiten und es gibt so gut wie nichts, was ich nicht mag.

Norman: Welche Musik hören Sie gerne?

Herr Bünnemeyer: Da gibt es eigentlich keine feste Stilrichtung. Ich höre fast nur Radio, normalerweise die Standardsender. Wenn aber dann Momente sind, wo man ein bisschen runterkommen muss, schalte ich gerne auf klassische Sender um, weil das in dem Moment einfach angenehmer ist.

Norman: Was schauen Sie am liebsten im TV?

Herr Bünnemeyer: Ich gucke gerne Fernsehen, gucke allerdings mehr DVD und ich schau am liebsten Filme, wo man wenig denken muss, weil das in der Regel auch die Möglichkeiten bietet, abzuschalten. Tiefgründige Filme sind da nicht ganz mein Fall.

Norman: Haben Sie ein Lieblingsfilm?

Herr Bünnemeyer: Nein.

Norman: Haben Sie ein Lebensmotto, wenn ja, welches?

Herr Bünnemeyer: Da gibt es einige. Aufgrund persönlicher Erfahrungen auch familiärer Art und dergleichen, gibt es eigentlich zwei Dinge. Zum einen: „Was man verspricht, muss man auch halten“, das ist eine Geschichte, die auch innerhalb meiner Familie für meine Kinder wichtig ist. Eine zweite Sache, ist ein Spruch meiner Mutter: „Wenn es nicht so ist, wie du willst, musst du wollen, wie es ist.“

Norman: Gibt es einen Ort, wo Sie gerne einmal Urlaub machen wollen?

Herr Bünnemeyer: Ich bin jemand, der ungerne Urlaub außerhalb des eigenen zu Hauses macht, das heißt also nein (lacht).

Norman: Was möchten Sie uns noch mit auf dem Weg geben?

Herr Bünnemeyer: Da gib es mit Sicherheit ganz, ganz viele Dinge, aber eine Sache, die ich diesem Jahrgang ganz deutlich sagen möchte ist: Bleibt, wie ihr seid!

Denn wir hatten schon viele Jahrgänge, die sind gelegentlich ähnlich. Aber dieser Jahrgang zeichnet sich dadurch aus, dass es Situationen gibt, in denen man wirklich gut Spaß haben kann. Es gibt auch viele Situationen, in denen die Schüler dieses Jahrganges klar wissen, dass es jetzt darauf ankommt und dann sind sie dementsprechend fokussiert und zielgerichtet. – Deshalb: „Bleibt, wie ihr seid!“

Vielen Dank an Herrn Bünnemeyer für Ihre Zeit und einfach alles!

Schülerinnen und Schüler werden zu anonymen Lebensrettern

Mit dem eigenen Blut anderen Menschen helfen und gleichzeitig etwas Gutes für sich selbst tun, war das Ziel vieler Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter der Justus-von-Liebig-Schule am Donnerstag, den 8.12.2016, bei der diesjährigen Blutspendeaktion.

Seit 2007 wird die Blutspende jährlich vom Deutschen Roten Kreuz in der Schule durchgeführt.

Die Ärzte Frau Dr. Tomaschek und Herr Dr. Eicher sowie ein fünfköpfiges Team unter der Führung des Teamleiters Herrn Mennen sorgten für den professionellen Ablauf und eine angenehme Atmosphäre.

Bis der wertvolle Lebenssaft entnommen wurde, mussten die 70-100 Spender, die dieses Jahr an der Schule erwartet wurden, zunächst verschiedene Stationen durchlaufen. An der ersten Station wurden die Spender begrüßt und mussten sich für die Spende anmelden. Hierbei war es wichtig, dass sie sich durch einen Personalausweis ausweisen konnten. Anschießend mussten die Spender an Station zwei einen Fragebogen ausfüllen, der Fragen zu persönlichen Daten sowie der körperlichen Verfassung enthielt. Bei der dritten Station wurden der Blutfarbstoff und die Körpertemperatur der Blutspender gemessen. Danach fanden an Station vier eine ärztliche Untersuchung sowie die Überprüfung der Anmeldeformulare statt, um herauszufinden, ob der potenzielle Spender für die Spende geeignet ist. Des Weiteren erfolgte an Station fünf der vertrauliche Selbstausschluss und die Materialien für die Blutspende wurden dem Spender überreicht. Anschließend kamen die Blutspender zu Station sechs, dem Spendenbereich. Hier wurden jedem Spender ein halber Liter Blut entnommen. Die Erstspender sollten sich nach der Spende bei Station sieben hinlegen, um sich auszuruhen. Nach der Spende durften sich alle Spender bei Station acht, dem Imbiss, etwas zu essen und zu trinken holen.

Die Blutspende ist so wichtig für unsere Gesellschaft, weil menschliches Blut und Blutplasma nicht künstlich hergestellt werden können. Kranke Menschen, die Blut oder Arzneimittel aus Blut bzw. Blutplasma benötigen, sind deswegen auf Spender angewiesen. Aus diesem Grund ist das Motto des Deutschen Roten Kreuzes: Schenke Leben, spende Blut. Aber auch die Spender tun sich selbst etwas Gutes. Durch die Blutspende beugen sie einem Herzinfarkt und einem Schlaganfall vor. Außerdem wirkt sich die Spende günstig auf den Blutdruck aus.

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Bildunterschrift: Zwei der vielen Lebensretter: Eric (rechts) und Niko (links).

Schulsanitäter: Engagierte Helfer

Seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 sind 16 Schülerinnen und Schüler der Justus-von-Liebig-Schule Vechta als Schulsanitäter für euch im Einsatz. Helen Engels hat einige von ihnen interviewt, um mehr über ihre Tätigkeit zu erfahren.

 

JustUs: Was hat euch bewegt, Schulsanitäter zu werden?

Leonie S.: Bei mir war es aus reinem Interesse. Ich wollte das schon mehrere Jahre machen. Es kam mir ziemlich gelegen als die Schule das anbot. Ich möchte das auch generell beruflich mal irgendwann machen. Deswegen war ich ziemlich interessiert.

Gina: Ja, ich finde es auch einfach total wichtig! Es sind eigentlich meine Hobbys. Ich bin auch in der Feuerwehr und das ergänzt sich ganz gut. Das hat halt Spaß gemacht!

John: Es hieß einfach, wer Lust hat, Schulsanitäter zu werden, kommt zu dieser Informationsveranstaltung – und dann haben wir halt gemerkt, dass das ziemlich interessant ist und Spaß macht und dann bin ich dabeigeblieben.

JustUs: Was gehört zu euren Aufgabenbereichen?

Leonie S.: Zum einen ist es die Betreuung. Viele Leute stehen bei Unfällen unter Schock, sie sind ziemlich aufgebracht; man muss sie erst beruhigen oder Sonstiges. Das ist erst einmal die grundlegende Sache. Und wenn nötig, behandeln wir: Ein Kühlpack bringen, einen Verband binden, ein Pflaster kleben – da ist alles dabei. Wir sind dann quasi permanent für den Patienten da.

JustUs: Wie lange dauert die Ausbildung zum Schulsanitäter?

Gina: 6 Monate.

Leonie S.: Ca. 2 Stunden die Woche.

JustUs: Und wann findet die Ausbildung statt – direkt nach dem Unterricht?

Paula: Ja, das war bei uns in der 7. und 8. Stunde immer donnerstags.

JustUs: Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die man haben muss, um Schulsanitäter zu werden, oder kann jeder die Ausbildung machen?

Leonie S.: Prinzipiell würde ich sagen, es kann eigentlich jeder irgendwie helfen, ob es nun beistehen oder gut auf die Person einreden können ist. Man sollte auf jeden Fall offen für Neues sein und generell auch nicht so abgeschreckt sein, von dem, was kommen kann. Es kann natürlich auch mal schlimmer sein, aber generell müsste eigentlich jeder helfen können. Das Wesentliche wird meist schon bei der ersten Hilfe mitgegeben.

JustUs: Wo findet man euch?

Gina: Wenn irgendetwas ist, wird normalerweise einfach eine Durchsage gemacht. Die Lehrer geben das weiter ans Sekretariat und die rufen uns dann.

John: Und wir haben einen Dienstplan. Immer zwei sind pro Woche eingeteilt. Wir werden nicht namentlich genannt, sondern es heißt einfach „Schulsanitäter da und da hin“ und dann machen wir uns auf den Weg.

JustUs: Und dann nur die beiden, die Dienst haben?

John: Ja.

JustUs: Wann seid ihr im Einsatz?

Leonie S: Immer.

JustUs: Woran erkennt man euch?

Leonie S.: Eigentlich haben wir gelbe Warnwesten, aber die ziehen wir selten an.

JustUs: Und die T-Shirts, die ihr gerade anhabt, habt ihr die an?

Leonie S.: Die sind eigentlich für den Dienst gedacht. Aber die tragen wir auch nicht. Frau Jähnel weiß, wer Dienst hat und wir werden dann auch direkt angesprochen – also falls irgendetwas sein sollte, wir kriegen das so mit, deswegen tragen wir die Klamotten nicht.

JustUs: Und wer organisiert den Schulsanitätsdienst? Habt ihr einen betreuenden Lehrer oder organisiert ihr euch selbst?

Leonie S.: Frau Jähnel zum einen, über sie ist das alles gelaufen. Und zur Organisation: Falls wir mal Ersatz brauchen, klären wird das untereinander.

JustUs: Engagiert ihr euch auch außerhalb der Schule als Sanitäter?

John: Ja, aber nicht alle; ein Teil von uns, ungefähr die Hälfte.

JustUs: Und wo genau.

Gina: Beim Roten Kreuz.

John: In Vechta.

JustUs: Und was macht dir dann dort so?

Leonie: Beim Roten Kreuz decken wir verschiedene Bereiche ab. Sicherheit, Betreuung, Verpflegung und die Sani-Dienste. Also das heißt, wir gehen auch auf Festivals und bekochen andere ehrenamtliche Leute wie Feuerwehrleute. Wir machen auch Techniksicherheit. Einige interessieren sich auch für die Fahrzeuge, die sind für die Fahrzeuge da. Wir besetzen auch Sani-Dienste. Wir sind dann auch wie z. B. am Wochenende auf dem Kramermarkt in Oldenburg tätig. Wir helfen aber auch anderen Kreisverbänden aus. Oder wir machen das hier beim Stoppelmarkt und sind dann auch immer irgendwo dabei –  auch auf kleinen Festen wie bei Ponyclubs oder bei den Burgmannentagen. Also, da ist ziemlich viel dabei. Beim Hurrikan – also auf Festivals – da machen wir Verschiedenes: einmal Sani-Dienst, einmal Verpflegung – da ist eigentlich auch alles dabei.

JustUs: Möchtet ihr später im Berufsleben auch im Sanitätsdienst tätig sein?

Leonie S.: Ja.

Gina: Möchten ist eine Sache. Das ist ziemlich schwierig, wenn man später eine Familie gründen will, weil man dann die blöden Schichten hat, und ja, möchten ist die eine Sache, aber können die andere.

JustUs: Gibt es auch jemanden, der später nicht im Sanitätsdienst tätig sein möchte.

Leonie B.: Ja, ich. Weil mich auch andere Sachen interessieren wie die Polizei. Ich finde das auch ganz schön da. Oder bei der Krankenkasse.

JustUs: Dank für das Interview!

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Bei kleineren oder größeren Unfällen, Verletzungen etc. sind sie zur Stelle: Gina Tabeling, John Meyer, Franziska Brockhoff, Leonie Shukowski, Josephina Nitschke, Paula Siemer, Leonie Blömer (von links nach rechts).

Bücherecke in der Pausenhalle

„Bitte bedienen!“ lautet die stille Aufforderung der neuen Bücherecke in der Pausenhalle der Justus-von-Liebig-Schule. Im Regal neben der Treppe findet ihr Bücher, die mitgenommen werden können. Damit der öffentliche Bücherschrank auf Dauer besteht, wäre es schön, wenn möglichst viele von euch eine Bücherspende ins Regal legen.

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